Sammlung

Sammlung - verschiedene Werkgruppen

Hier eine Sammlung unterschiedlicher Werkgruppen. 
Die erste hat den Titel „Diskurs“, gefolgt von „Sale“ und „Studies of Head“.

(Das wird aktuell ergänzt. Eine Website ist immer Work in Progress. Und hier gibt es noch viel zu ergänzen.)

Diskurs

Fünf Bilder, fünf Stationen einer Situation, die jeder kennt und niemand beim Namen nennt. Die Werkserie Diskurs folgt einem sprachlichen Ablaufschema — Prolog, Monolog, Moderation, Diskurs, Wertung — und überträgt es ins Bildnerische. Was dabei entsteht, sind keine Illustrationen von Kommunikation, sondern ihre Anatomie: Figuren in definierten Rollen, Gesten, die mehr verraten als Worte, Räume, die Hierarchie ohne Ansage organisieren.
Die Arbeiten sind formal aufeinander abgestimmt — gleiche Technik, ähnliches Format, konsequente Farbigkeit — und wirken als Gruppe stärker als einzeln. Die Serie ist ein Kommentar. Worüber genau, bleibt offen.

Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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Sale

Ist der Sale unsere ultimative Glückserfahrung?

BIG SALE. SAVE NOW. — die Botschaft braucht keine Erklärung, sie schreit laut und deutlich. Fettpastellkreide und Tusche auf dunklem Grund erzeugen eine Leuchtkraft, die Neonreklame zitiert und gleichzeitig überbietet: rauer, handgemacht, ehrlicher in ihrer Unehrlichkeit. Die Schrift ist das Bild — keine Illustration eines Gedankens, sondern der Gedanke selbst, in voller Lautstärke. Eines der Werke ergänzt die Parole um einen stillen Einschub: The Meaning of Life — als wäre die Frage längst beantwortet. Drei Bilder, eine Aussage, kein Rabatt auf den Inhalt.

Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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Studies of Heads

Studien eines Kopfes.

Immer dasselbe Motiv, immer ein anderes Bild. Die Serie versammelt Köpfe — weiblich, frontal, ohne Kontext — in Tusche und Acryl auf Papier und Karton, und erprobt dabei, wie weit eine Technik gehen kann, bevor das Gesicht verschwindet. Manche Arbeiten sind fast monochrom und reduzieren das Gesicht auf wenige schwarze Gesten, die trotzdem unverwechselbar ein Porträt sind; andere schichten Farbe über Farbe, bis das Gesicht aus dem Bildgrund hervordrängt wie etwas Freigelegtes. Was alle verbindet, ist die Direktheit: kein Zögern im Strich, keine Schönheitspflege. Das Gesicht als Arbeitsmaterial — und als das Beständigste, was die Malerei kennt.

Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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Abstracts

Eine Serie von abstrakten Arbeiten.

Die Bilder tragen Titel wie A Very Useful Plan, Misled Drip to Rockhead oder Royal Gardens of Modest Delights — und meinen damit nichts Ironisches, sondern alles gleichzeitig. Die Serie versammelt abstrakte Mischtechnik-Arbeiten in Tusche, Tinte und Kreide, die ihren Bildraum nicht erklären, sondern besetzen: Linien, die sich überlagern, Farbflächen, die gegeneinander arbeiten, Strukturen, die sich aufbauen und sofort wieder auflösen. Was die Bilder verbindet, ist eine Energie, die mehr mit Entscheidung zu tun hat als mit Zufall — auch wo der Strich fällt, fällt er absichtlich. Die Titel sind keine Beschriftungen. Sie sind ein zweites Bild, das man im Kopf trägt, während man das erste ansieht.

Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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Is this plan B?

Hier 3 Arbeiten, die als Porträt begannen und sich dann fast selbständig weiter entwickelten.

Ein Gesicht taucht auf — und verschwindet sofort wieder hinter Farbfeldern, Schrift, Geste. Die drei Arbeiten verbinden gezeichnetes Porträt mit gespachtelter und gepinselter Acrylmalerei zu etwas, das weder das eine noch das andere ist: Die Figur bleibt erkennbar, aber das Bild gehört ihr nicht allein. Farbe und Linie arbeiten gegeneinander, überschreiben sich, beanspruchen denselben Raum — und Is This Plan B stellt die Frage, die alle drei Bilder im Hintergrund stellen. Kräftig, direkt, ohne Rücksicht auf Lesbarkeit.

Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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Linzer Stadtwald

Im Linzer Bahnhofsviertel entsteht eine Autobahn. Da wurde großflächig der Baumbestand entfernt. Optisch erinnert das mehr an Verdun und im Krieg verwundete Landschaft. 

Im Dezember 2025 begannen im Bahnhofsviertel von Linz die Rodungsarbeiten für den Bau der A26, der sogenannten Westring-Autobahn. Hunderte Bäume — darunter Exemplare mit über 60 Zentimeter Stammdurchmesser, gewachsen über Jahrzehnte — wurden innerhalb weniger Tage entfernt. Was bleibt, erinnert an Kriegsbilder: Stümpfe, Schlamm, offene Erde.

Diese drei Bilder sind im Dezember 2025 entstanden. Kein Kommentar, keine Distanz. Die roten Flächen sind keine malerische Entscheidung. Sie sind das, was man sieht, wenn man hinschaut.

Ein 40.000 Quadratmeter großes Autobahnkreuz mitten in der Stadt — das ist das Ergebnis einer Verkehrspolitik, die sich selbst längst überholt hat. Die A26 zählt mit Kosten von rund 1,2 Milliarden Euro zu den teuersten Autobahnvorhaben Österreichs. Die Bäume sind weg. Die Frage, ob das sein musste, bleibt.

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4 Studies for a portrait

4 Studien für ein Porträt. Alle Bilder im gleichen Format 50 x 70 cm in Acryl auf Leinwand.

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