Interventionen

Interventionen

Diese Serie der Interventionen umfasst einige Arbeiten mit gleichem Aufbau. Alle mit Acryl und Mischtechnik auf Leinwand.

Das strukturierende Prinzip der Serie ist auf den ersten Blick klar: Ein dunkles Raster aus breiten, dunklen Balken teilt jede Leinwand in Felder – eine Art Fensterkreuz oder Gitterwerk, das den Bildraum zoniert, ohne ihn zu schließen. In diese Felder hinein sind die Motive gesetzt. Die Farben der einzelnen Flächen gesättigt und kontrastreich. Die Figuren bewegen sich in diesem Raster, ohne sich ihm zu fügen: Sie überschreiten die Balken, reichen in mehrere Felder gleichzeitig, sprengen die Ordnung, die der Bildaufbau ihnen vorgibt. Darin liegt der titelgebende Gedanke der Intervention: Die Figur greift in eine vorgegebene Struktur ein, unterbricht sie, belebt sie – oder wird von ihr eingeschlossen, ohne sich einschließen zu lassen. Stilistisch bewegen sich die Arbeiten in einem expressiven Figurationsraum, der an die klassische Moderne erinnert, ohne deren Historismus zu wiederholen: Die Pinselführung ist schnell, körperlich, bisweilen skizzenhaft, die Figuren sind erkennbar und verfremdet zugleich. Die Serie funktioniert als bildnerisches Argument: Ordnung und Eingriff, Raster und Geste, Struktur und Leben – immer dasselbe Thema, immer anders gelöst.
Emilia Pleschko (Kunstwissenschaftlerin in Ausbildung)

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