Das doppelte Linz

Das doppelte Linz

Diese Linz-Serie umfasst insgesamt 72 Bilder. Jedes Motiv gibt es 2 mal. Einmal in Acryl auf Leinwand und ein weiteres mal in Tusche und Dispersion auf Karton. Die Kartons habe ich aus Teilen zusammengeklebt und teilweise mit Spagat vernäht, um eine rohe Oberfläche des Malgrundes zu schaffen. Diese Strukturen verstärken die Reduktion der zweiten Fassung des jeweiligen Sujets. Sozusagen die Essenz des ursprünglichen Motivs.

Entstanden ist die Serie für eine Ausstellung beim Kunstpfad in der Galerie Standl in der Bischofstraße. Nach der Frage, ob ich nicht etwas über Linz machen könnte - und möchte - musste ich erst einmal nachdenken, ob ich das kann und will. Nachdem ich die Idee hatte meine beiden bevorzugten Techniken - Tuschpinsel reduziert und Acryl mit Kreiden bunt und grob - für diese Serie zu kombinieren, wurde es für mich stimmig. Nach der ersten Ausstellung mit 40 Arbeiten habe ich die Serie fortgesetzt und weitere 32 Bilder von 16 Motiven gemacht.

Die Auswahl der Motive 

Ich habe für mich typische Linzer Orte gesucht, die Eigenheiten, Besonderheiten, Seltsamkeiten und Unverständlichkeiten dieser Stadt zeigen. Manches ist inzwischen der Veränderung und den Baggern und Abrissbirnen zum Opfer gefallen. Aktuell hat Linz eine besonders unglückliche Hand bei der Gestaltung von Bauten aller Art. Die Ästhetik ist wahrscheinlich schon verzogen, vielleicht nach Prag, Wien oder London. 

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